Air Jordan – Die Chronik einer Legende

Air Jordan – Die Chronik einer Legende

Kaum ein andere Schuh auf diesem Planeten wird von Sneakerheads so hart gefeiert wie die Air Jordan. Die AJs sind mehr als nur ein Paar Basketballschuhe. Sie sind seit jeher der Inbegriff des Kultschuhs und man hat das Gefühl, dass der Hype auch nach der mittlerweile 30. Auflage nicht abreißen will. Und das obwohl Michael „Air“ Jordan seine eigenen Schuhe bereits vor über 11 Jahren an den Nagel gehangen hat.

Air Jordan Sneaker

Seit die Nike Air Jordan zum ersten Mal vorgestellt wurden, entwickelten sie sich zu den Basketballschuhen schlechthin. Jordan Brand, die eine 100% Tochtermarke von Nike ist, sponsert aktuell 21 NBA-Basketball-Profis, darunter Chris Paul, Blake Griffin, Ray Allen, Kawhi Leonard, Russell Westbrook und Carmelo Anthony.

Wir haben für dich Fakten und Hintergründe aus 29. Generationen zusammengetragen, mit denen auch du zum echten Jordan-Experten wirst.

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Air Jordan 1 (1984)

Air Jordan 1 Retro High OG

Obwohl die meisten Menschen wohl Tinker Hatfield mit dem Design der Jordan-Serie in Verbindung bringen, war es Peter Moore, der den Air Jordan I entwarf. Durch das riesige Nike-Logo und die verschiedenen Farben, hob sich der Air Jordan I von allen anderen Basketballschuhen auf den Courts der NBA ab.

Der Schuh wurde das erste Mal für Michael Jordan im Jahr 1984, passend zu den Trikots der Chicago Bulls, in den Farben schwarz und rot produziert. Die NBA hatte Jordan jedoch offiziell verboten, die Air Jordan 1 zu tragen, da das Design des Schuhs nach Auffassung von NBA Commissioner David Stern zu wenig weiß enthielt und damit nicht zum Rest des Team-Outfits passte. Michael Jordan sollte für jedes Spiel in dem er die Air Jordan 1 trug, 5.000 Dollar Strafe zahlen.

Nike wusste dieses Verbot für seine Marketingaktivitäten zu nutzen und erklärte kurzer Hand, dass der Schuh so gut sei, dass er einen unfairen Wettbewerbsvorteil biete und jeder der ihn trage, sich am Rande der Legalität bewege. Diese Taktik brachte dem Air Jordan 1 und Nike natürlich eine gigantische Aufmerksamkeit und war mit einer der Gründe, weshalb Nike im ersten Jahr bereits 130 Millionen Dollar Umsatz mit dem Schuh erzielen konnte. Gut für Michael, denn Nike war dadurch natürlich sehr gerne bereit, die Strafzettel der NBA zu übernehmen.

Air Jordan 1 Werbespot „Banned!“

Für die Saison 1985 und 1986 legte Nike einen rot-weiß-schwarzen Colorway nach, mit dem Jordan fast die kompletten beiden Saisons spielte. Insgesamt brachte Nike den Air Jordan 1 in 23 verschiedenen Farbwegen (inklusive aller Muster) auf den Markt, von denen viele extrem limitiert waren. Ein Vorgehen, dass die Sneaker-Industrie revolutionierte.

Nikes erster Versuch, die Schuhe als Retro-Version erneut auf den Markt zu bringen, erwies sich als Flop. Kurz nach dem Jordan 1994 seinen Rücktritt erklärte, kamen die weiß/schwarz-roten und die schwarz/roten Air Jordan 1 als „Retros“ in die Regale. Der Verkauf lief so schlecht, dass die Schuhe am Ende für 19,99 Dollar verschleudert wurden. Heute ist ein neuwertiges Paar dieser Schuhe über 500,- Dollar wert.

Der nächste Retro-Anlauf im Jahr 2001 verlief deutlich besser. Insgesamt  brachte Nike zwischen 2001 und 2003, 14 neue Farbwege auf den Markt.

Auf Grund seiner Geschichte und weil er der das erste Modell dieser langen Serie darstellt, ist der Air Jordan 1 für viele Sammler der Heilige Gral unter den Sneakern.

Air Jordan 2 (1986)

Air Jordan 2 Retro

Der Erfolg des Air Jordan 1 ermutigte Nike dazu, einen Nachfolger zu entwickeln. 1986 brachte Nike den New Air Jordan auf den Markt. Dieser wurde erneut von Peter Moore und Bruce Kilgore designt und in Italien produziert, was ihm einen luxuriösen Touch geben sollte. Der Air Jordan 2 startete mit einem Verkaufspreis von 100 Dollar.

Während Michael Jordan die Air Jordan II trug, erzielte er durchschnittlich 37,1 Punkte pro Spiel. Außerdem erzielte er 40 Punkte in 9 Spielen in dieser Saison sowie 61 Punkte im Spiel gegen die Atlanta Hawks. Diese Erfolge wurden gekrönt vom Titel des Slam Dunk Contest, sowie der Nominierung für das All-Star Game.

Der Air Jordan II war der erste Schuh von Nike, ohne Swoosh und der einzige Jordan, der als OG nie in schwarz erschienen ist.

Genau wie bei den Air Jordan 1, war auch bei den Air Jordan 2 der erste Retro-Versuch ein absoluter Flop. Zwischen 1994 und 1995 erschien die Neuauflage, welche wie Blei in den Regalen von Footlocker und Co. lag.  Doch auch hier, kam der Erfolg mit dem zweiten Versuch. Im Jahr 2004 erschien der originale weiß/schwarz-rote Colorway als Retro-Version und verkaufte sich gut.

Der Air Jordan 2 war der erste Retro-Jordan, der in einer limitierten „Player exclusive“ Variante verkauft wurde. Der Melo Jordan 2, wurde im April 2004 veröffentlicht und war am ersten Tag bereits überall ausverkauft. Heutzutage ist es ziemlich schwer, gut erhaltene Exemplare der ersten Retros sowie der OGs zu finden, was vor allem an der weichen Mittelsohle lag, die sich als ziemlich empfindlich herausstellte.

Weitere Retro-Varianten erschienen 2005, 2008, 2010 und 2014.

Aktuelle Air Jordan 2 Retros findest du hier.

Air Jordan 3 (1988)

Air Jordan 3 Retro

Der Air Jordan III war der erste Air Jordan, der von der Nike Design-Legende Tinker Hatfield entworfen wurde. Michael Jordan war zu dieser Zeit kurz davor Nike als Ausrüster den Rücken zu kehren. Der Air Jordan III war angeblich der Grund, weshalb er seine Meinung dann doch änderte.

Drei Aspekte machten den Air Jordan 3 zu einem besonderen Modell in der Jordan-Serie:

1. Der Air Jordan III war der erste Schuh, der das berühmte Jumpman-Logo auf der Lasche trug. Michael Jordan gewann im Jahr zuvor den Slam Dunk Contest. Als Anerkennung entwarf Nike den Jumpman, der seither alle Modelle der Serie ziert.

2. Die sichtbare Air-Unit, kam zum ersten Mal im Air Jordan II zum Einsatz.

3. Der legendäre Elephant-Upper wurde zum ersten Mal auf dem Air Jordan II verwendet. Dank dieses Musters, bekam der Air Jordan einen Ruf als zugleich modischer, aber auch funktionaler Basketballschuh.

Der Air Jordan 3 war Michael Jordans Lieblingsschuh, den er unter anderem während der 1988 Dunk Championship und zu vielen anderen Events in seiner Karriere trug.

Im Jahr 2007 veröffentlichte die Jordan Brand eine Retro-Version in zwei monochromen Farbwegen. Den komplett in Schwarz und Weiß gehaltenen Air Jordan III wurde von Fans der Spitzname „Black Cats“ und „Pure Moneys“ verpasst. Ebenfalls im Jahr 2007 erschien eine Version mit dem Namen „Flips“ bei der der Elephant-Print einen Großteil des Uppers bedeckte, also das originale Design quasi umdrehte und nur noch kleine Lederapplikationen enthielt.

2009 wurden die Air Jordan III in ihrem beliebten True Blue Colorway wiederveröffentlicht.

2011 wurde anlässlich des 35. Jahrestages des Black History Month, der Air Jordan 3 im Black History Month Colorway (BHM) vorgestellt. Der auf 3.000 Stück limitierte AJ3 ‘BHM’ ist komplett Schwarz mit goldenen Nähten und einem goldenen Jumpman auf  der Lasche. Außerdem ist auf der Sohle eine Lasergravur aufgebracht.

Seit seinem ersten Release im Jahr 1988 gab es diverse Retro-Versionen, sowie zahlreiche neue Colorways. Es ist einer der populärsten Air Jordans der Serie und ist bei jeder Neuveröffentlichung so gut wie immer ausverkauft obwohl die erste Retro-Version im Jahr 1994, genau wie bei den beiden Vorgängermodellen, nur mäßigen Erfolg hatte.

Aktuelle Air Jordan 3 Retro-Modelle findest du hier.

Air Jordan 4 (1989)

Im Jahr 1989 wurde der Air Jordan 4 der Öffentlichkeit vorgestellt. Er eroberte die Herzen der Sneaker-Fans auf der ganzen Welt innerhalb kürzester Zeit.. Der Schuh wurde erneut von Tinker Hatfield entwickelt und war der erste Jordan, der auf dem internationalen Markt veröffentlicht wurde. Regisseur Spike Lee gab dem Schuh in seinem Film Do the Right Thing, eine kleine Nebenrolle und trug damit zum wachsenden Hype um die Air Jordan bei.

Der Air Jordan IV beinhaltete eine Menge neuer Design-Features, unter anderem eine Lasche zur stärkeren Unterstützung des Knöchels.

Während Michael Jordan die Air Jordan 4 trug, konnte er erneut viele Erfolge verzeichnen. Darunter den Scoring Titel für seine durchschnittlichen 32,5 Punkte pro Spiel, eine weitere Nominierung für das All-Star-Game, First Team NBA und All-Defense.

Michael Jordan trug die Air Jordan IV auch bei seinem legendären Spiel gegen die Cleveland Cvaveliers in der ersten Runde der Playoffs der Eastern Conference im Jahr 1989. Jordans Sprungwurf 3 Sekunden vor Spielende brachte den Chicago Bulls den Sieg mit nur einem Punkt Vorsprung und ging als „The Shot“ in die Geschichte der NBA ein.

Anders als bei seinen Vorgängern, waren die ersten Retro-Versionen des Air Jordan 4 überaus erfolgreich. Als die ersten AJ4 Retro im Jahr 1999 in weiß/schwarz und schwarz/zementgrau erschienen, spielten die Leute verrückt. Innerhalb weniger Stunden waren die Schuhe in allen Länden ausverkauft.

Nike und die Jordan Brand merkten schnell, dass sich mit Retro-Modellen eine Menge Geld verdienen ließ und so brachten sie wenig später die sogenannten Retro+ Modelle auf edn Markt. Diese sahen den OGs zum verwechseln ähnlich, enthielten allerdings kleine Designänderung oder neue Farben. Obwohl die Retro+ Modelle in der Fan-Szene durchaus kontrovers diskutiert wurden, verkauften sich die Schuhe gut.

Die Air Jordan IV waren außerdem die ersten Jordans, die als lasergravierte Retros auf den Markt kamen. Die damals exklusiv online erhältlichen Sondermodelle, verursachten ein totales Chaos, weil tausende von Sammlern versuchten, gleichzeitig auf die Nike Website zuzugreifen. Ein Umstand, an den sich Nike mittlerweile gewöhnt haben sollte…

Weitere Retro-Versionen erschienen in den Jahren 2000, 2004-2006, 2008 sowie von 2010 bis 2013.

Im Juni 2016 erschien der Air Jordan 5 Retro Low „Neymar“. Es war der erste Air Jordan in der Geschichte der Basketballschuhe, der einem Fußballspieler gewidmet wurde.

Air Jordan 5 (1990)

Die fünfte Auflage der Air Jordan wurde erneut von Tinker Hatfield entworfen und im Februar 1990 veröffentlicht. Obwohl einige Elemente der Air Jordan IV übernommen wurden, hatte der AJ5 einen grundlegend neuen Look. Er verfügte über eine reflektierende Lasche, eine durchsichtige Gummisohle und Lace Locks. Vor allem die Sohle gab dem Schuh ein neues Erscheinungsbild, jedoch verfärbte sich das Gummi  bei Kontakt zu Feuchtigkeit gelblich, was zu vielen Reklamationen und Beschwerden führte.

Es wird vermutet, dass Hatfield bei seinem Design von Kampfflugzeugen aus dem Zweiten Weltkrieg  inspiriert wurde, was sich vor allem durch die Zacken auf der Mittelsohle zeigt. Sie erinnern an die Haifischzähne, mit denen im Krieg häufig die Nasen der Flugzeuge bemalt wurden.

Der Air Jordan 5 wurde im Jahr 2000 wiederveröffentlicht. Unter anderem gab es einen weiß/blau/gelben Colorway, in Anlehnung an die Farben von Michael Jordans Highschool, der Laney High in Wilmington, North Carolina.

Retro-Versionen vom Air Jordan 5 wurden in den Jahren 2000, 2006-2009, 2011 und 2013 veröffentlicht.

Ein Jordan Retro 5 OG „Black/Metallic Silver“ erschien im Juli 2016

Air Jordan 6 (1991)

Mit einem komplett neuen Design, wurde 1991 der Air Jordan VI vorgestellt. Verantwortlich war wieder Tinker Hatfield, welcher den neuen Js fünf Farbwege spendierte: White/Infrared, Black/Infrared, White/ Carmine-Black, White/Sport Blue und Off White/Maroon.

Der Air Jordan 6 kam mit einigen Neuerungen. Die Lasche wurde mit zwei Löchern versehen, es gab eine Polsterung am oberen Schaft und im Fersenbereich war eine Aussparung mit einer kleinen Lasche. Diese wurde auf Wunsch von Michael Jordan hinzugefügt um seine Achilles-Sehne zu schonen. Genau wie der Air Jordan 5 hatte er eine durchsichtige Gummisohle und es war der letzte Air Jordan, auf dem das Nike Air Logo angebracht war.

Michael Jordan gewann mit diesen Schuhen seinen ersten NBA-Titel. Die Chicago Bulls gewannen gegen die LA Lakers und Jordan wurde zum Most Valuable Player (MVP) ernannt. Darüber hinaus war der Air Jordan VI in der Basketball-Komödie Weiße Jungs bringen’s nicht mit Wesley Snipes und Woody Harrelson zu sehen, welche im Jahr 1991 gedreht und ein Jahr später veröffentlicht wurde.

Seit dem ersten Release des Air Jordan 6 im Jahre 1991, gab es zahlreiche Wiederveröffentlichungen in den Jahren 2000, 2002 2006, 2008-2010, 2012 und 2014.

Air Jordan 7 (1992)

1992 war es mal wieder Tinker Hatfield, der verantwortlich für das Design der Air Jordan 7 war. Es war der erste Schuh, der die Huarache-Technologie verwendete. Diese verleiht dem Schuh, durch den Einsatz eines Neopren-Inlays, eine stabile Passform im Knöchelbereich. Der Schuh klebte förmlich am Fuß. Nicht mehr zum Einsatz kamen die sichtbare Air-Technologie und die durchsichtige, sich verfärbende Gummisohle.

Während Michael Jordan die Air Jordan 7 trug, gewann er zum dritten Mal den MVP-Award, wurde zum zweiten Mal NBA Champion und gewann den NBA Scoring Titel.

Anlässlich der Olympischen Spiele 1992 in Barcelona, veröffentlichte Nike ein Sondermodell mit Jordans Olympia-Nummer 9 auf der Ferse, statt wie üblich der Nummer 23. Jordan brachte von den Olympischen Spielen mit seine zweiten Goldmedaille mit nach Hause.

Für den Werbespot des Air Jordan 7 brachte Nike zum ersten Mal Michael Jordan und Bugs Bunny zusammen. Am Ende des Spots sagt Bugs Bunny: „This could be the beginning of a beautiful friendship.“ Die Air Jordan 7 bekamen auf Grund des Spots auch den Spitznamen „the buggs“.

Die Schuhe spalteten die Fangemeinde. Entwender man liebte sie oder man hasste sie.

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Im Jahr 2002 und 2004 wurden viele Modelle der AJ7 rereleased. Retro-Versionen wurden 2003, 2007, 2008 und 2013 veröffentlicht.

Air Jordan 8 (1993)

Der Air Jordan 8 wurde wurde 1993 released und war merkbar schwerer als seine Vorgänger. Der Schuh enthält wesentlich mehr Details als alle bis dahin erschienen Air Jordans, darunter zwei Querstreifen über den Spann, welche sich mit einem Klettverschluss fixieren lassen und dadurch mehr Halt geben. Darüber hinaus verfügt der Air Jordan VIII über eine durchgehende Air-Sohle, eine Polyurethan-Mittelsohle sowie eine Polycarbonat-Verstärkung im Bereich des Mittelfußes.

Der Air Jordan 8 war der letzte Schuh, den Michael Jordan vor seinem ersten Rücktritt aus der NBA trug. Außerdem erzielte Jordan in diesen Schuhen seinen 20.000 Punkt.

Die ersten Jordan 8 Retros erschienen im Jahr 2003. Nike brachte die Retros in 4 Colorways und sie wurden zu einer der meist nachgefragten Retro-Versionen.

Air Jordan 9 (1993)

Der Air Jordan 9 wurde im November 1993 veröffentlicht und war damit der erste Air Jordan, der nach Michael Jordans erstem Rücktritt als Basketballspieler, im Oktober 1993 erschien. Das Design der Schuhe ist angeblich am Design von Stollenschuhen angelehnt, mit denen Jordan nach seinem Rücktritt aus der NBA für kurze Zeit als Baseball-Spieler in der Minor-League spielte.

Genau wie seine Vorgängermodelle VII und VIII, verfügt der Air Jordan IX über eine eingenähte Neoprensocke, welche für mehr Halt sorgen soll. Auf der Sohle waren verschiedene Symbole und Schriftzeichen aus unterschiedlichen Sprachen eingraviert.

Die Michael Jordan-Statur, welche in Anerkennung seiner Erfolge vor dem United Center in Chicago aufgestellt wurde, trägt die Air Jordan IX.

Der Air Jordan 9 OG war erhältlich von 1993 bis 1994 und wurde 2002, 2008, 2010 und 2012 neu aufgelegt.

Air Jordan 10 (1994)

Die 10. Auflage des Air Jordan, der Air Jordan 10, wurde 1994 in 8 verschiedenen Farbwegen veröffentlicht. Er war der erste Schuh aus der Jordan-Serie, der über eine leichtgewichtige Phylon-Sohle verfügte.

Entgegen aller Erwartungen von Nike bzw. Jordan Brand, kam Michael Jordan, nach einem kurzen Baseball-Intermettzo zurück auf die große Basketball-Bühne und trug die Air Jordan 10. Designer Tinker Hatfield ließ Elemente der Air Jordan 3, 5 und 6 in die Gestaltung der Schuhe einfließen. Das Design der AJ10, war das erste, das Michael Jordan nicht persönlich absegnete.  Unter der Sohle wurden Jordans Erfolge mit der dazugehörigen Jahreszahl eingraviert.

Im Jahr 2005 folgte die erste Retro-Version, von der seither regelmäßig neue Varianten erscheinen.

Air Jordan 11 (1995)

Als Tinker Hatfield den legendären Air Jordan 11 entwarf, hoffte er insgeheim, dass Jordan sein NBA-Comback in diesen Schuhen starten würde. Dieser Wunsch ging am 18. März in Erfüllung, als Jordan mit den Worten „I’m back!“ die Fortsetzung seiner Karriere verkündete und den Rest der Saison 94/95 bei den Bulls spielte. Einmal mehr musste Michael Jordan eine 5.000 Dollar Stafe der NBA auf sich nehmen, als er während der Halbfinal-Spiele einen schwarz-weiß-concord Colorway der AJ11 trug. Da der Rest seines Teams komplett schwarze Schuhe trug, verstieß er, wie schon bei den Air Jordan 1, gegen die Uniform-Statuten der NBA.

Ein Ballistic-Mesh-Upper sollte den Air Jordan XI leichter und strapazierfähiger als seine Vorgängermodelle machen, was allerdings nur bedingt erfolgreich war. Mit der Rückkehr zur durchsichtigen Gummisohle, tauchten auch wieder die alten Probleme auf. Die Gummisohle verfärbte sich mit der Zeit gelb und auch die Verarbeitung sowie die Qualität des verwendeten Leders der ersten Versionen, ließen zu wünschen übrig.

Besondere Aufmerksamkeit bekamen diese Air Jordans auch durch den Film Space Jam, in dem Michael Jordan neben Bugs Bunny die Hauptrolle spielte. Im Film trägt Jordan die AJ11 in einem schwarz/weiß/concord Colorway. Als der Schuh aus dem Film in den Handel kam, änderte Nike den Farbweg in schwarz/weiß/royal blau, da das TV-Bild den Blauton verfälschte.

Der Air Jordan 11 ist ohne Zweife, der berühmteste und meist verkaufte Schuh der gesamten Jordan-Serie.

Jordan XI Retro Versionen erschienen in den Jahren 2000, 2001, 2003 und von 2006 bis 2014. Seit 2008 überrascht Nike bzw. Jordan Brand die Fans der Serie mit dem Release eines neuen Air Jordan 11, welche so gut wie immer am Tag ihrer Veröffentlichung ausverkauft sind.

Air Jordan 12 (1996)

Der Air Jordan 12 wurde durch die japanische Flagge inspiriert, was vor allem durch die Farben Rot und Weiß und den gewellten Leder-Upper deutlich wird. Obwohl oder vielleicht gerade weil der Air Jordan XII nicht so leichtgewichtig ist wie seine Vorgängermodelle, gilt er als eines der strapazierfähigsten Modelle der Air Jordan Reihe. Böse Zungen behaupten, der AJXII war der Grund, weshalb Michael Jordan in der Saison 1997 so wenig geflogen ist.

Im September 1997 entschied Nike, aus Jordan eine eigene Tochtermarke zu machen. Der Air Jordan 12 war der erste Schuh, der unter der Marke Jordan veröffentlicht wurde. Dementsprechend findet man auf dem Schuh auch keinen Nike Swoosh – nicht mal im Innenteil. Nichtsdestotrotz, war er der letzte Air Jordan, der in einem Nike Schuhkarton verkauft wurde.

Zum Release wurde der Schuh in 5 verschiedenen Colorways veröffentlicht.

Retroversionen des Air Jordan 12 erschienen in den Jahre 2003, 2004, 2008, 2009 sowie von 2011 bis 2013.

Air Jordan 13 (1997)

Im Jahr 1997 wurden die Air Jordan 13 vorgestellt. Die 13. Auflage des Air Jordan ist vor allem für die auffällige, von Tinker Hatfield entworfene, Dämpfung auf der Unterseite des Schuhs bekannt. Inspiriert wurde Hatfield dabei vom Schwarzen Panther und so soll die Sohle des AJ13 an die Tatzen der Raubkatze erinnern. Ein weiteres Detail, welches vom Panther inspiriert wurde, ist das kleine Hologramm auf der Rückseite des Schuhs, welches das Licht in der Dunkelheit wie das Auge eines Panthers bzw. einer Katze reflektieren soll.

Denzel Washington trug die Air Jordan XIII im 1998 erschienenen Film Spike Lee’s Spiel des Lebens (He Got Game). Basketballer Ray Allen, der in diesem Film Danzel Washingtons Sohn spielt, trug die Air Jordan 13 als er in der Saison 2011 den Rekord für die meisten Drei-Punkte-Würfe in einem Spiel brach.

Retroversionen des Air Jordan 13 erschienen in den Jahren 2004, 2005, 2008 sowie zwischen 2010 und 2013.

Air Jordan 14 (1998)

Air Jordan 14 Retro

Der Air Jordan XIV wurde von Mark Smith und Tinker Hatfield entworfen. Inspiriert wurde das Duo durch Jordans Ferrari 550M. So wurde der Jumpman auf Höhe des Knöchels, zum Beispiel in Form des Ferrari-Logos gestaltet. Außerdem beistzt der AJ14 Luftkanäle auf der Außensohle, die für ein verbessertes Fußklima sorgen sollen. In Anlehnung an die 14. Auflage der Serie, hat der Schuh insgesamt 14 Jumpmans, 7 auf jedem Schuh.

Am 13 Januar 1999 verkündete Michael Jordan seinen zweiten Rücktritt aus der NBA. Der Air Jordan XIV erschien damit gerade rechtzeitig, sodass  Jordan ein Paar des Schuhes während der NBA-Finals 98/99 tragen konnte. Es wurde ein legendäres,  6.Final-Spiel, in dem Michael Jordan 45 Punkte erzielte und die Chicago Bulls zum 6.Titel innerhalb von 8 Jahren führte. Nur fünf Sekunden vor Schluss eroberte Jordan den Ball vor dem eigenen Korb und brachte den Bulls die 87:86 Führung, die sie bis zum Spielende verteidigen konnten. Auf Grund dieses Finales trägt der schwarz/roten Air Jordan 14 den Spitznamen „Last Shots“ und wurden zu den begehrtesten Jordans, sowohl als OGs und Retros.

Hier der „Last Shot“ von Michael Jordan. Zurücklehnen und genießen.

Die ersten Retro Jordan 14 erschienen Ende 2005. Es folgten unzählige Colorways und weitere Retro-Auflagen in den Jahren 2006, 2008, 2011 und 2014.

Air Jordan 15 (1999)

Nach Michael Jordans erneutem Rücktritt, waren sich viele Fans nicht sicher, ob Nike bzw. Jordan Brand die erfolgreiche Serie der Air Jordans überhaupt weiterführen würden. Ein Blick auf den bis dahin eingefahrenen Umsatz dürfte Nike wohl schnell davon überzeugt haben, die Reihe auch ohne einen aktiven Michael Jordan fortzusetzen.

Das Design des 1999 erschienenen Air Jordan XV, orientierte sich am Design des experimentellen Raketenflugzeug X-15, welches in den 1950er Jahren von der NASA entwickelt wurde. Die Seitenteile des Jordan 15, sind aus gewebter Kevlar-Faser gefertigt, die als Material vor allem in der Luft und Raumfahrt zum Einsatz kommt. Die Lasche des Schuhs verläuft horizontal zur Sohle und erinnerte viele Fans an die Art, wie Michael Jordan bei großer Anstrengung seine Zunge rausstreckte. Der rote Streifen auf der Ferse, erinnerte viele Fans an den typischen roten Streifen auf Prada-Schuhen. Ob sich Tinker Hatfield tatsächlich auch von der italienischen Luxusmarke inspirieren lassen hat, ist allerdings nicht bekannt.

Die Air Jordan 15 waren die ersten Jordans, die von Michael Jordan nie auf dem Court getragen wurden. Mit seinem futuristischen Design war der AJXV wohl der meist polarisierenste Jordan aller Zeiten, konnten schlussendlich jedoch trotzdem gute Verkaufszahlen vorweisen.

Reggie Miller trug die Air Jordan 15 während der 2000er NBA Finals, konnte mit ihnen jedoch keinen Titel für die Indiana Pacers gewinnen.

Retros der 15. Jordans erschienen 2007 und 2008.

Air Jordan 16 (2001)

Nach dem Erfolg der AJ15 gab es keine Zweifel mehr daran, dass Nike die Air Jordan Serie fortführen würde.

Die Air Jordan XVI waren die ersten Jordans, seit den Air Jordan 3, die nicht von Tinker Hatfield entworfen wurden. Stattdessen machte sich Nikes Senior Footwear Designer Wilson Smith, an die Gestaltung der nächsten Jordans-Generation. Dabei ließ er einige Design-Elemente und Materialien aus früheren Modellen enfließen, darunter die durchsichtige Gummisohle (5, 6, 11) und eine Schuhspitze aus Lackleder (11). Was den Air Jordan 16 am deutlichsten von seinen Vorgängern abhob, war die Ledergamasche, die den Schuh von der Lasche bis kurz vor die Fußspitze einhüllte. Dieses Feature gab dem AJXVI ein einzigartiges Design und einen extrem hohen Wiedererkennungswert.

Zum Basketballspielen eignete sich dieses Stilelement allerdings weniger, da es sich ziemlich leicht vom Schuh löste. Darüber hinaus war das Lackleder der black/red und white/navy Colorways ziemlich anfällig für Kratzer und Risse, weshalb sich die übrigen 4 Farbwege, die zum Release erschienen, wesentlich besser zum Einsatz auf dem Spielfeld eigneten.

Air Jordan 17 (2002)

Am 9. Februar 2002 wurden die Air Jordan XVII released. Es war der erste Schuh, der nach Jordans erneuter Rückkehr in die NBA vorgestellt wurde. Bei seinem zweiten Comback schloss er sich den Washington Wizards an. Diesmal wurden die Schuhe in den Heimfarben der Wizards („Wizard’s Home“) veröffentlicht, womit Jordan weiteren Strafzahlungen wie bei den AJ1 und AJ11 entging.

Das Design der Schuhe wurde angeblich von drei Dingen inspiriert: „Die feinen Details eines Aston Martins, die geschmeidigen Linien eines Jazz Solos und der langen Geschichte von Design-Innovationen der Air Jordans.“

Genau wie sein Vorgänger bekam auch der Air Jordan XVII eine Hülle für den Vorderfuß, mit dem sich die Laces kaschieren lassen. Ein weiteres Design-Highlight war der mit Schaumstoff gepolsterte Schuhkarton aus Metall. Ein Detail, welches bereits 2001 bei einer exklusiv in Japan erschienenen Auflage der Jordan 1 zu finden war. Außerdem legte Nike noch eine CD-ROM mit dem Air Jordan XVII Song feat. Ray Allen in den Schuhkoffer, was sich natürlich auch in einem höheren Verkaufspreis niederschlug. So kostete der Air Jordan 17 bei seinem Release ganze 200 Dollar, was vielen Kunden deutlich zu viel für ein Paar Jordans war. Deshalb reduzierten viele Händler die Preise auf 160 Dollar, was dem Verkaufspreis des Vorgängermodells entsprach.

Eine Retro-Version, allerdings ohne High-End Schuhkarton, erschien im Jahr 2008.

Air Jordan 18 (2003)

Der Air Jordan XVIII wurde im Jahr 2003 veröffentlicht und war der letzte Schuh, den Michael Jordan als NBA-Basketballprofi trug. Eine Niederlage gegen die 76ers am 16. April 2003 besiegelte die Karriere von Michael Jordan. Selbst die größten Optimisten unter den Fans gehen nicht davon aus, dass „His Airness“ noch mal auf das Parkett zurückkehren wird.

Der AJ18 wurde von Tate Kuerbis, dem Senior Footwear Designer von Air Jordan entworfen, der bereits seit 1999 Teil des Jordan Design Teams war. „Was kann da noch kommen?“, war die große Frage, die sich viele Fans der Serie nach dem endgültigen Karriereende von Michael Jordan stellten. Außerdem legte der AJ17 mit seiner hochwertigen Verpackung und der beigelegten CD-ROM, die Messlatte für seinen Nachfolger ziemlich hoch.

Statt jedoch erneut eine überteuerte Metallverpackung zu verwenden, bekamen die Air Jordan 18 einen hochwertige Schuhkarton, verziert mit einer ausgestanzten „18“, welcher sich seitlich ausziehen ließ. Damit konnte Jordan Brand den Schuh auch wieder für 175 Dollar, statt 200 Dollar anbieten. Als kleines Goodie, lag den Schuhen ein Handtuch und eine kleine Bürste bei.

Sowohl von den Air Jordan 17, als auch von den  Air Jordan 17 wurden modifizierte „+“-Modelle veröffentlicht, die sich in wenigen Details von ihren Originalen unterschieden. Mit den 18. Jordans wurde dieses Konzept noch etwas erweitert und so erschien eine abgewandelte Version unter dem Namen Air Jordan 18.5.

Air Jordan 18 Retros erschienen im Jahr 2008.

Air Jordan 19 (2004)

Der Air Jordan XIX wurde im Jahr 2004, nach dem dritten und letzten Rücktritt von Michael Jordan veröffentlicht und so trug er die Schuhe nie selbst auf dem Spielfeld. Trotzdem erschien der Schuh in einigen Player Exclusive Colorways, unter anderem für Spieler wie Jason Kidd, Gary Payton, Carmelo Antohony und Ray Allen.

Die AJ19 waren zum Zeitpunkt ihres Releases die leichtesten Air Jordans der Serie. Das Design war inspiriert von einer der gefährlichsten Schlangen der Welt, der schwarzen Mamba (Black Mamba). Obwohl erneut Tate Kuerbis die Verantwortung für das Design hatte, wurde er von Kollegen wie Josh Heard, Jason Mayden, Wilson Smith und Suzette Henri bei der Entwicklung unterstützt. Man kann also sagen, dass es sich um das großte Teamwork aller Zeiten beim Design eines Air Jordans handelte.

Diese große Unterstützung war auch nötig, denn beim Air Jordan 19 kamen Materialien zum Einsatz, die bisher nicht für die Schuhproduktion verwendet wurden. Hauptbestandteil des Designs war sogenanntes Techflex, welches auch bei der Ummantelung von Kabeln und in der Automobilindustrie zum Einsatz kommt. Darüber hinaus kamen in der sohle eine Doppelstöckige Air Einheit im Absatz sowie eine vollflächige Zoom Air Einheit. Die Kombination der beiden Technologien, machte den Air Jordan XIX zu einem der bequemsten Jordans aller Zeiten.

Der Schuhkarton war nicht annähernd so hochwertig wie bei den beiden Vorgängermodellen, trotzdem hatte er ein nettes Feature. Der Karton war in zwei Teile unterteilt, in denen die Schuhe in einem Netz eingepackt waren.

Auch die Air Jordan 19 bekamen eine Version mit verändertem Design (und gleichem Preis) unter dem Namen Jordan SE.

Eine Retro Version der AJXIX erschien im Jahr 2008.

Air Jordan 20 (2005)

Im Jahr 2005 feierte Air Jordan das 20-jährige Jubiläum mit dem Release des Air Jordan XX. Zum Geburtstag kam auch Tinker Hatfield zurück ins Design Team und lieferte einen spektakulären Schuh ab, sowohl was Design als auch Technologie betraf. Das auffälligste Feature der Schuhe sind die mit Laser gravierten Lace Cover, die verschiedene Erfolge aus Michael Jordan Karriere mit Zahlen, Symbolen und Grafiken zelebrieren.

Der AJ20 war zudem der erste Schuh der Serie, der das neu entwickelte IPS (Independent Podular Suspension) Dämpfungssystem enthielt, welches die Air-Technologie ersetzte.

Spike Lee war erneut Teil der Werbekampagne

Air Jordan 20 Retros wurden 2008 veröffentlicht.

Air Jordan 21 (2006)

Im Februar 2006 veröffentlichte Jordan Brand den Air Jordan XXI (XX1). Verantwortlich für das Design war D’Wayne Edwards,d er dem Schuh, im Vergleich zu seinen Vorgängern, ein minimalistisches und doch hoch technologisch anmutendes Äußeres verpasste.Inspiriert wurde er dabei von einem Bentley Continental GT und mit etwas Phantasie kann man tatsächlich Parallelen zur Front des Edelsportwagens an der Vorderseite der Schuhe erkennen.

Im Gegensatz zum Vorgängermodell, der die Erfolge der Vergangenheit feierte, sollte der Air Jordan 21 einen Blick in die Zukunft geben und sowohl luxuriöser als auch fortschrittlicher in Bezug auf die Technologie werden. Das bereits im AJ20 eingesetzt Dämpfungssystem IPS wurde nochmals weiterentwickelt und erlaubte die individuelle Anpassung der Dämpfung, durch herausnehmbare Elemente. Der Upper bestand aus hochwertigem italienischem Leder. Auf Höhe des Knöchels ist Jordans Nummer „23“ in das Leder eingeprägt. Der Karton mit einem folienkaschierten Jumpman und einer geprägten „XX1“ enthielt neben den Schuhen eine Tasche zum transport der wechselbaren Dämpfungselemente.

Der Air Jordan 21 gilt als einer der schlichtesten Jordans der gesamten Serie und erschien zum Preis von 175 Dollar.

Air Jordan 22 (2007)

 

Pünktlich zu Michael Jordans 44. Geburtstag am 17. Februar 2007, erschienen die Air Jordan XXII (XX2). Natürlich war er mal wieder nicht weniger als der fortschrittlichste Jordan aller Zeiten mit innovativem Design und neuster Technologie an Bord.

Wie auch bei vielen seiner Vorgänger, kam die Inspiration zum Design von außerhalb des Basketballfeldes. Nachdem für frühere Modelle schon Ferraris, Bentleys oder Jagdflugzeuge aus dem 2. Weltkrieg Modell standen, lehnte sich die 22. Generation der Jordans an das fortschrittlichste Kampfflugzeug der Neuzeit – die F-22 Raptor – an. Die Parallelen zu Michael Jordan sah man vor allem bei der beeindruckenden Stärke der Raptor in der Offensive und Defensive sowie bei ihrer unglaublichen Geschwindigkeit. Alles Eigenschaften, die auch Michael Jordan während seiner aktiven Zeit auf dem Court auszeichneten.

Im Design der Schuhe, spiegelt sich das vor allem durch die abgewinkelten Nähte und Zick-Zack-Linien auf dem Upper wider, die an die Silhouette und Tarnlakierung der Raptor erinnern sollen. Auch bei der Auswahl der Materialien hatte man sich offensichtlich erneut bei der Luftfahrt inspirieren lassen. Das Speed Lacing System wurde kombiniert mit Titan Lace Loops und einem Titan Lace Lock. Auch die Shank Plate der AJ22 ist aus Titan und wer hätte das gedacht, die Ordnungszahl von Titan im Periodensystem ist 22.  Genau wie die F-22, verfügen auch die Air Jordan 22 über seitliche Lufteinlässe zur Klimatisierung des Schuhs.

Bei der Dämpfung kam erneut das bewährte und individualisierbare IPS-Dämpfungssystem zum Einsatz.

Die Air Jordan XX2 erschienen zum Preis von 175 Dollar. Im September 2008 erschien der Air Jordan 22 Retro als Teil des Countdown Package.

Air Jordan 23 (2008)

Air Jordan 23 (XX3) OG

Im Januar 2008 stellte Jordan den neuen Air Jordan XX3 (XXIII) vor. Das Design entstand in Zusammenarbeit zwischen Tinker Hatfield und Michael Jordan, für den die Nummer 23 bekanntermaßen eine besondere Bedeutung hat. Ein Novum bei diesem Schuh war, das die Materialien zugleich umweltfreundlich und aus der direkten Umgebung (nicht weiter als 200 Meilen) der Fabrik kommen mussten. Man kann behaupten, dass dies Nikes ersten Verusche waren, dem Air Jordan einen grünen Touch zu geben. Passend dazu besteht ein Großteil des Uppers aus einem handgenähtem Material. Das machte sich auch beim Preis bemerkbar. Stolze 230 Dollar wollte Nike für seine neuen Jordans sehen.

Nummer 23 war zugleich der letzte Jordan, bei dem die austauschbaren IPS-Dämpfungselemente zum Einsatz kamen. Darüber hinaus war er bis zum Air Jordan XX8 der letzte Jordan, der eine römische Zahl in seinem Namen hatte.

Bisher ist keine Air Jordan 23 Retro-Version erschienen.

Air Jordan 2009 (2009)

Mit dem Erscheinen der Air Jordan 2009 (2k9) ging vorerst eine Ära zu Ende. Um die spezielle bedeutung der Nummer 23 zu verewigen, enschloss sich Nike dazu, die Nachfolgemodelle des Air Jordan XX3 fortan mit der jeweiligen Jahreszahl zu benennen. Jason Mayden, Jordan Brand’s Senior Footwear Designer, war verantwortlich für das Design des neusten Ablegers der Serie.

Genau wie jeder andere Air Jordan bewies auch der Air Jordan 2009, dass er sowohl ein hochentwickelter Sportschuh ist und gleichzeitig eine gute Figur auf der Straße abgibt.

Chefdesigner Jason Mayden entschied die neuartige Articulated Propulsion Technology, kurz APT, in den Sneaker zu integrieren. Diese Technologie wurde bis zu diesem Zeitpunkt vor allem bei Beinprothesen von Paralympics Athleten eingesetzt.

Ein weiteres Feature des Air Jordan 2009 waren Satin Applikationen auf den Seitenteilen des Schuhs. Diese waren inspiriert durch Michael Jordans Überzeugung, dass das 1 gegen 1 Verteidigen im Basketball ähnlich ist, wie die Kunst der Verteidigung beim Fechten. Das Satin soll die Athleten daran erinnern, wie wichtig eine gute Verteidigung ist, sowohl beim Fechten, als auch beim Basketball.

Unterhalb der Knöchelverstärkung ist ein Hologramm in Form eines Diamanten angebracht. Im Inneren des Sneakers wurde eine extra Dämpfung eingebaut, um die Knöchel des Sportlers zu unterstützen. Um den Aufwand zu verstehen, der in dads Design des Air Jordan 2009 gesteckt wurde, sollte man sich alle Details des Schuhs anschauen. So wurden auf der Außensohle beispielsweise in verschiedene Richtungen laufende Muster angebracht, die den Grip verstärken sollen. Außerdem ist der Upper des Schuhs im hinteren Bereich mit Doppelnäthen und im vorderen Bereich mit dreifachen Näthen genäht, was natürlich in Verbindung mit Jordans Nummer 23 steht.

Die erste Auflage des Air Jordan 2009 erschien am 31. Januar 2009 und war auf genau 2009 Paar limitiert. 1005 Exemplare wurden in den USA und 1004 Paare im Rest der Welt verkauft. Am 14. Februar ging der Schuh für 190 Dollar in den freien Verkauf.

Air Jordans 2010 bis Air Jordan 29 – coming soon…

Titelbild: Bild: Quino Campos, CC BY-NC-SA 2.0

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